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Stand: 05.07.2016
  • 2. Februar 2022  - 

    ganztags
  • 3. Februar 2022

Arbeiten mit dem Anti-Bias-Ansatz

Ausgangssituation
Kaum ein Mensch ist in der Lage, sich den erlernten Bildern und kulturellen Prägungen, denen er ausgesetzt ist, zu entziehen. Diese ,,blinden Flecken" (unconscious biases) beeinflussen maßgeblich Einstellungen uns selbst und anderen Menschen gegenüber - ob es um Geschlecht, Hautfarbe, Religion, Alter, Beeinträchtigung oder den sozialen Status geht. Vorannahmen und Vorurteile geben menschlichem Handeln zunächst Orientierung. Sie bilden die Basis für schnelle Entscheidungen, aber auch für unbegründete Bevorzugung oder Benachteiligung.
Auch wenn der Abbau von Benachteiligung und Diskriminierung ein zentrales Anliegen der Caritas ist, zeigen sich solche „blinden Flecke“ sowohl im Alltag der sozialen Arbeit als auch innerhalb der Dienstgemeinschaft. Um möglichst diskriminierungsfrei und vielfaltsbewusst zu arbeiten, ist es wichtig, sich der eigenen Vorurteile bewusst zu werden und aktiv damit umzugehen. Das gilt sowohl für das Handeln als Einrichtung und Dienst der verbandlichen Caritas wie für die konkrete soziale Arbeit selbst.


Zielsetzung und Lernansatz
Die Anti-Bias-Fortbildung lädt Sie ein, über eigene Haltungen, strukturelle Vorurteile und deren mögliche Folgen zu reflektieren. Interaktiv werden Alternativen zu bestehenden Denk- und Handlungsweisen sowie Strukturen entwickelt.
Sie werden in Ihrem Wissen und Ihren Fähigkeiten bestärkt, diskriminierende Strukturen zu erkennen und abzubauen und erhalten wichtige Impulse für Ihre Arbeitspraxis.
Das Seminar ist für all diejenigen geeignet, die ihren Umgang mit eigenen Prägungen und Voreingenommenheiten reflektieren möchten, um bewusst für eine diskriminierungsarme Praxis zu sorgen. Das Seminar richtet sich dabei auch besonders an Menschen im Verband, die sich im Kontext ihres Trägers für mehr Vielfalt einsetzen. Das Seminar setzt dabei eine hohe eigene Reflexionsbereitschaft voraus.
Inhalte:

  • Kennenlernen des Anti-Bias-Ansatzes: Grundannahmen, Ziele, Haltungen
  • Sensibilisierung für persönliche, strukturelle und gesellschaftliche biases (unconscious biases)
  • Auseinandersetzung mit „kulturellen“ Prägungen und deren Auswirkungen auf den eigenen Arbeitsbereich
  • Entwicklung von Verständnis für Vorurteilsbildung und Arbeit an und mit eigenen Vorurteilen und deren möglicher Auswirkung auf Arbeit und Arbeitsstruktur
  • Ebenen und Formen von Diskriminierung im Arbeitskontext
  • Reflexion des Status Quo
  • Transfermöglichkeiten und Stärkung von Handlungskompetenz in relevanten Bereichen der Arbeitspraxis


Arbeitsformen
Das Seminar findet als zweitägige Onlineveranstaltung via Zoom statt. Neben Inputs wird es Austausch im Plenum und in Kleingruppen geben.
Der aufzuwendende Arbeitszeitumfang beträgt insgesamt ca. 12 Zeitstunden.

Technische Voraussetzungen:
PC/Laptop/Tablet mit Kamera und Mikrophon/Lautsprecher (eingebaut oder extern) sowie eine stabile Internetverbindung.
Bitte sorgen Sie außerdem für eine konzentrierte Lernumgebung, in der Sie aus Gründen der Vertraulichkeit ohne Anwesenheit von Dritten arbeiten können.


Anmeldung und Zulassung
Bitte melden Sie sich mit dem Online-Formular an. Die Vergabe der Teilnahmeplätze erfolgt in der Reihenfolge der Anmeldungen.


Termin
Mittwoch, 02. Februar 2022, 09:00 bis 16:00 Uhr
Donnerstag, 3. Februar 2022, 09:00 bis 16:00 Uhr


Kosten und Zahlungsmodalitäten
Teilnahmegebühr: 150,00 €
Die Teilnahmegebühr wird vor Beginn der Veranstaltung durch die Fortbildungs-Akademie in Rechnung gestellt.

Kooperationspartner
Der Kurs ist eine Veranstaltung des Projektes „Führung neu denken - agil, vielfaltsorientiert und geschlechtergerecht" und wird im Rahmen des ESF-Bundesprogramms „rückenwind – Für die Beschäftigten und Unternehmen in der Sozialwirtschaft“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert. (Dr. Hanno Dihle, Projektleitung)


      


      

Zielgruppe

Mitarbeitende, die interessiert sind am Thema Anti-Bias, die höhere Souveränität im Umgang mit Diskiminierung im Arbeitsalltag erlangen wollen und dies in die soziale Arbeit sowie in ihre Teams und die Organisation einbringen möchten.

Max. Teilnehmerzahl

18

Kosten

150,00 € zzgl. Kosten für Verpflegung und ggf. Unterkunft

Veranstaltungsnummer

S22090

Referent(in)

Dr.
Hanno
Dihle

Referent im Deutschen Caritasverband e.V., Dipl.-Volkswirt



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