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Stand: 05.07.2016
  • 20. Februar 2023  - 

    ganztags
  • 22. Februar 2023

Beratungsresistent

Zielsetzung und Lernansatz
Arbeiten im sogenannten 'Zwangskontext' mit extrem schwieriger 'Kundschaft' - das sind Aussichten, die den meisten Kolleg(inn)en in psychosozialen Arbeitsfeldern richtig zu schaffen machen.
Während manche Helfer/-innen sich auf ihre Erfahrung und Engagement verlassen, neigen andere zur Resignation. Häufig entsteht ein Pendeln zwischen Allmachts- und Ohnmachtsgefühlen, ein Prozess, der die Praktiker-/innen nicht nur viel Energie kostet, sondern langfristig auch an deren (professionellem) Selbstbewusstsein nagt.
Sicher ist, dass es für solche Fälle keine Patentrezepte gibt, vielmehr sind hier innere Haltungen und Einstellungen gefragt, die im praktischen Arbeiten möglichst viel Aktionsradius und Flexibilität erlauben. Die Gemeinsamkeit solcher Hilfeprozesse besteht darin, dass sie mit herkömmlichen Denk- und Handlungsmodellen in der Regel nicht zu bewältigen sind. Hier geht's um "Thinking out of the Box", das heißt, die ausgetrampelten Pfade des Alltags-denkens zu verlassen und mit neuen Ideen zu experimentieren.


Zielsetzung und Lernansatz
Ziel des Seminars ist es, komplexe und widersprüchliche Auftragskonstellationen systemisch zu reflektieren und zu prüfen, wie Chancen für gelingende Kooperation in der psychosozialen Beratung genutzt werden können. Neben theoretischen Bezugspunkten, Hinweisen auf unterschiedlichste Interventionsformen und methodischen Überlegungen bietet das Seminar Raum und Rahmen, um die eigenen Konzepte und Standpunkte bezüglich des Umgangs mit "unfreiwilligen" Klient(inn)en zu reflektieren. Im Seminar wird dargestellt und begründet, wieso Unfreiwilligkeit kein Hindernis für eine konstruktive Zusammenarbeit in Beratung sein muss. Wertvolle praxiserprobte Hinweise zur konsequenten Nutzung des Zwangskontextes als Ressource in beraterischen Prozessen runden das Seminar ab.


Zentrale Fragestellungen sind u.a.:
  • Welche Haltung ermöglicht möglichst große Handlungsspielräume?
  • Welche Rolle spiele ich selbst im Prozess und welche "Stellschrauben" für Veränderung gibt es?
  • Inwiefern spielt mein Arbeitskontext und das Helfersystem eine Rolle?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, um Menschen einzuladen, sich auf einen Entwicklungsprozess einzulassen, und was sagt die Wissenschaft dazu?
  • Wann sind meine (persönlichen) Grenzen erreicht und was sollte ich dann tun?

Die Teilnehmenden werden gebeten, eigene Fallvignetten aus ihrer Arbeit mitzubringen und diese vor dem Hintergrund der institutionellen Bedingungen im Seminar zur Verfügung zu stellen.


Arbeitsformen
Im Seminar wird in einem Wechsel von theoretischen Impulsen, Praxisreflexion, Selbsterfahrung, moderierter Plenumsdiskussion, Kleingruppen und Einzelreflexion gearbeitet. Konkrete Übungen in Rollenspielen helfen, das Erlernte im geschützten Seminarrahmen in die eigene Arbeitsweise zu integrieren.


Im Anschluss an die Veranstaltung erhalten Sie eine Dokumentation mit der Präsentation sowie ggf. weiteren Unterlagen.


Technische Voraussetzungen
Sie benötigen für die Teilnahme an dieser Online-Veranstaltung einen PC/Laptop mit Kamera, Mikrofon/Lautsprecher (eingebaut oder extern) und einer aktuellen Browser-Version sowie eine stabile Internetverbindung.
Bitte sorgen Sie außerdem für eine konzentrierte Lernumgebung, in der Sie aus Gründen der Vertraulichkeit ohne Anwesenheit von Dritten arbeiten können. Teilnehmende aus derselben Organisation bitten wir um jeweils einzelne Bildschirmarbeitsplätze, um die Bildung von Arbeitsgruppen zu ermöglichen.

Den Teilnehmenden wird der Link zur Einwahl in die Online-Veranstaltung rechtzeitig vor Beginn per E-Mail zugeschickt.


Termin
Montag, 20. Februar 2023, 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr; 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Dienstag, 21. Februar 2023, 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr; 13:00 bis 16:00 Uhr
Mittwoch, 22. Februar 2023, 12.30 Uhr



Kosten
Teilnahmegebühr: 390,00 €

Die Teilnahmegebühr wird vor Beginn des Seminars durch die Fortbildungs-Akademie in Rechnung gestellt.

Für Ihre Teilnahme können Sie bei uns verschiedene Fördermöglichkeiten nutzen. Mehr dazu finden Sie auf unserer Homepage www.caritas-akademie.de. Bitte beachten Sie, dass eine von Ihnen beantragte Förderung zunächst mit der Teilnahmegebühr verrechnet wird. Sollte diese Förderung nicht bewilligt werden, wird Ihnen der Differenzbetrag zur vollen Teilnahmegebühr nachträglich in Rechnung gestellt!


Kooperationspartner
Fachbereich Sozialpolitik und fachliche Innovationen des Deutschen Caritasverbandes e.V., Freiburg

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an Mitarbeiter_innen aus den verschiedenen Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit.

Max. Teilnehmerzahl

16

Kosten

390,00 € zzgl Kosten für Verpflegung und ggf Unterkunft

Veranstaltungsnummer

S23003

Referent(in)

Lothar
Hellenthal

Dipl.-Sozialpädagoge, Systemischer Organisationsberater, Gestalttherapeut



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